Die ausgeschriebenen Stellen sind im Rahmen des DFG-geförderten Projekts „Kultureller und ökonomischer Extraktivismus. Archäologie, Museumsbildung und Rohstoffförderung im Nahen Osten, 1901–1946“ zu besetzen. Das Vorhaben untersucht die historischen Verflechtungen von Archäologie, Erdölindustrie und musealer Sammlungspraxis im Nahen Osten im genannten Zeitraum. Im Zentrum steht die Frage, wie sich infrastrukturelle, ökonomische und epistemologische Logiken im Kontext extraktiver Ökonomien überlagerten und die Entstehung musealen Wissens prägten. Ziel ist es, diese kaum erforschten Schnittstellen systematisch zu analysieren und zur Globalgeschichte von Museen und Wissenschaftsproduktion beizutragen.
Die beiden ausgeschriebenen Stellen dienen der Mitarbeit im Projekt und der Anfertigung einer Dissertation zu einem der beiden nachstehenden Themenkomplexe:
Themenkomplex 1 legt den Fokus auf europäische Akteure und Konstellationen, insbesondere archäologische Institutionen und Museen, Ölgesellschaften sowie diplomatische Vertretungen und Mandatsverwaltungen. Im Zentrum steht die Frage, wie archäologische Forschung, Ressourcenerkundung und museale Sammlungspolitik durch infrastrukturelle, finanzielle und personelle Netzwerke miteinander verflochten waren, wobei diese Verflechtungen zugleich aus der Perspektive lokaler Akteur*innen zu rekonstruieren sind – etwa im Hinblick darauf, wie sie europäische Präsenz wahrnahmen, aktiv verhandelten und mitgestalteten.
Themenkomplex 2 widmet sich US-amerikanischen Institutionen und Netzwerken. Im Fokus stehen Formen kultureller Extraktion, die weniger in imperiale Museums- und Verwaltungsstrukturen eingebettet waren, sondern stärker in privatwirtschaftliche und philanthropisch finanzierte Netzwerke. Analog zu Themenkomplex 1 sollen konkrete Verbindungen zwischen archäologischen Unternehmungen, wirtschaftlichen Interessen und musealer Repräsentation untersucht und die Perspektiven lokaler Akteur*innen berücksichtigt werden.
Der Bewerbung ist ein Vorschlag für ein Dissertationsprojekt in Form eines Kurz-Exposés (Insgesamt 3000 Zeichen, davon 1000 Zeichen Fragestellung plus 2000 Zeichen Forschungsstand zum gewählten Thema) beizufügen, das einem der beiden o.g. Themenkomplexe zugeordnet ist. Es steht dabei frei, eigene Schwerpunkte zu setzen.
Für inhaltliche Rückfragen:
Prof. Dr. Bénédicte Savoy
Sekretariat: office@kuk.tu-berlin.de
Ihre Bewerbung mit aussagekräftigen Unterlagen richten Sie bitte in digitaler Form in einer einzelnen pdf-Datei unter Angabe der Kennziffer an das Sekretariat Prof. Savoys unter der folgenden E-Mailadresse: office@kuk.tu-berlin.de.
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Zur Wahrung der Chancengleichheit zwischen Frauen und Männern sind Bewerbungen von Frauen mit der jeweiligen Qualifikation ausdrücklich erwünscht. Schwerbehinderte werden bei gleicher Eignung bevorzugt berücksichtigt. Die TU Berlin schätzt die Vielfalt ihrer Mitglieder und verfolgt die Ziele der Chancengleichheit. Bewerbungen von Menschen aller Nationalitäten und mit Migrationshintergrund sind herzlich willkommen.
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