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Fraunhofer-Institut für Organische Elektronik, Elektronenstrahl- und Plasmatechnik FEP

Als eines von 72 Insti­tu­ten der Fraun­ho­fer-Gesell­schaft, Euro­pas größ­ter Orga­ni­sa­tion für ange­wandte For­schung, wid­met sich das Fraun­ho­fer-Insti­tut für Orga­ni­sche Elek­tro­nik, Elek­tro­nen­strahl- und Plas­ma­tech­nik FEP in Dres­den der Ent­wick­lung von Tech­no­lo­gien und Pro­zes­sen zur Ober­flä­chen­ver­ede­lung. Unsere Kern­tech­no­lo­gien, die Sput­ter­tech­no­lo­gie, die plas­ma­ak­ti­vierte Hoch­rate­be­damp­fung, die Hoch­rate-PECVD sowie die Elek­tro­nen­strahl­tech­no­lo­gie nut­zen wir zur Lösung viel­fäl­ti­ger, indus­tri­el­ler, Pro­blem­stel­lun­gen der Ober­flä­chen­tech­no­lo­gie.

Der Bereich Medi­zi­ni­sche und Bio­tech­no­lo­gi­sche Appli­ka­tio­nen wid­met sich den The­men­fel­dern Ste­ri­li­sa­tion bzw. Des­in­fek­tion mit­tels nie­der­en­er­ge­ti­scher Elek­tro­nen­strahl- oder Plas­ma­be­hand­lung, bio­funk­tio­nale oder anti­mi­kro­bi­elle Beschich­tungs­tech­no­lo­gien und der Ent­wick­lung neu­ar­ti­ger Ver­fah­ren zur Kon­ser­vie­rung, Ste­ri­li­sa­tion und Funk­tio­na­li­sie­rung von bio­lo­gi­schen Gewe­ben. Der Bereich ver­fügt gleich­zei­tig über eine bio­me­di­zi­ni­sche Labor­ein­heit für zell­bio­lo­gi­sche und mikro­bio­lo­gi­sche Ana­lyse- und Prüf­ver­fah­ren

Abschluss­ar­beit zum The­men­be­reich "Elek­tro­nen­strahl-gestützte Behand­lung von bio­lo­gi­schen Gewe­ben"

Thema "Elek­tro­nen­strahl-gestützte Behand­lung von bio­lo­gi­schen Gewe­ben am Bei­spiel des Rin­der­pe­ri­kards - Basis­ma­te­rial bio­lo­gi­scher Herz­klap­pen­pro­the­sen"

Auf­ga­ben­be­sch­rei­bung:

Jähr­lich wer­den welt­weit ca. 300 000 Ope­ra­tio­nen zur Behand­lung von Herz­klap­pen­er­kran­kun­gen durch­ge­führt. Allein in Deutsch­land wird jedes Jahr bei 30.000 Men­schen eine neue Herz­klappe implan­tiert. Haupt­ur­sa­che für eine Klap­pen­er­kran­kung sind dege­ne­ra­tive Ver­än­de­run­gen der Herz­klap­pen, dabei kommt es zu Ver­kal­kun­gen der Klap­pen­ta­schen, die zu einer hoch­gra­di­gen Klap­pen­ver­en­gung führt. Die ein­zige The­ra­pie­op­tion ist der ope­ra­tive Klap­pen­er­satz im Rah­men einer Herz­ope­ra­tion.
Prin­zi­pi­ell ergibt sich bei der Klap­pen­aus­wahl die Mög­lich­keit eines mecha­ni­schen (künst­li­chen) oder eines bio­lo­gi­schen Klap­pen­er­sat­zes. In den letz­ten Jah­ren lässt sich ein deut­li­cher Trend zur Ver­wen­dung von bio­lo­gi­schen Pro­the­sen erken­nen. Bio­pro­the­sen wer­den v.a. aus Rin­der­pe­ri­kard (Herz­beu­tel) oder Schwei­ne­herz­klap­pen gefer­tigt.
Eine dau­er­hafte Blut­ver­dün­nung ist bei bio­lo­gi­schen Herz­klappe nicht not­wen­dig, was ein gro­ßer Vor­teil ist. Nach­tei­lig ist die ein­ge­schränkte Funk­ti­ons­dauer von bio­lo­gi­schen Pro­the­sen. Nach 10-15 Jah­ren kommt es bei 30-40 % aller Pati­en­ten zu ähn­li­chen dege­ne­ra­ti­ven Ver­än­de­run­gen wie bei der nati­ven Klappe mit einer ent­spre­chen­den Klap­pen­ver­en­gung. Ursa­chen für diese Pro­the­sen­de­ge­ne­ra­tion lie­gen mut­maß­lich im Her­stel­lungs­pro­zess.

Am Fraun­ho­fer FEP, im Bereich Medi­zi­ni­sche und Bio­tech­no­lo­gi­sche Appli­ka­tio­nen, wurde das SULEEI – Ver­fah­ren, eine neue Behand­lungs­me­thode von dezel­lu­la­ri­sier­tem Peri­kard-Gewebe zur Sta­bi­li­sie­rung und Ste­ri­li­sa­tion(S) durch foto-initi­ierte ultra­vio­lette Quer­ver­net­zung (U) mit nie­der­en­er­ge­ti­schem Elek­tro­nen­strahl (LEEI), eta­bliert. Die Anwen­dung die­ses inno­va­ti­ven SULEEI-Ver­fah­rens zur Gewebs­auf­be­rei­tung für bio­lo­gi­sche Herz­klap­pen eröff­net die Mög­lich­keit, neue Bio­pro­the­sen mit bis­her nicht erreich­ter Halt­bar­keit zu ent­wi­ckeln.

Zum Tätig­keits­um­fang gehö­ren u.a. fol­gende Auf­ga­ben:
  • Lite­ra­tur­re­cher­che und Ein­ar­bei­tung in die The­men: Gewe­be­ban­king, Kon­ser­vie­rung bio­lo­gi­scher Gewebe für die Trans­plan­ta­tion bzw. Wei­ter­ver­ar­bei­tung zu Bio­pro­the­sen, Elek­tro­nen­strahl­be­hand­lung und deren Aus­wir­kung auf humane Zel­len, bio­me­cha­ni­sche Belas­tungs­tests von bio­lo­gi­schen Gewe­ben
  • Durch­füh­rung von Expe­ri­men­ten zur Dezel­lu­la­ri­sie­rung, Ver­net­zung und Ste­ri­li­sa­tion von bio­lo­gi­schen Gewe­ben
  • Erstel­lung eines expe­ri­men­tel­len Ver­suchs­pla­nes zur sys­te­ma­ti­schen Wei­ter­ent­wick­lung des SULEEI-Ver­fah­rens und sei­ner ein­zel­nen Ver­fah­rens­schritte
  • Anwen­dung geeig­ne­ter zell­bio­lo­gi­scher, bio­me­cha­ni­scher und mikro­sko­pi­scher Ana­ly­se­ver­fah­ren
  • Pro­to­kol­lie­ren, Ana­ly­sie­ren und Bewer­ten der Ver­suchs­er­geb­nisse

Unser Team bie­tet Ihnen im kol­le­gia­len Arbeits­klima u.a. eine umfäng­li­che Ein­wei­sung in die Labore und alle Mess­ver­fah­ren sowie eine qua­li­ta­tiv hoch­wer­tige Betreu­ung zum o.g. Thema der Abschluss­ar­beit.

Er­war­te­te Qua­li­fi­ka­tio­nen:

Die Aus­schrei­bung rich­tet sich vor­ran­gig an Stu­die­rende der Stu­di­en­rich­tun­gen ange­wandte Natur­wis­sen­schaf­ten, Bio­in­ge­nieur­wis­sen­schaf­ten, Bio­lo­gie, Bio­ver­fah­rens­tech­nik, Bio­tech­no­lo­gie oder ähn­li­che Stu­di­en­gänge.

Der Umfang der Arbeit rich­tet sich nach der jewei­li­gen Prü­fungs­ord­nung der Hoch­schule. Ein Zeit­raum von min­des­tens 6 Mona­ten wird ange­strebt. Die Arbeit kann sowohl von Uni­ver­si­täts- als auch von Fach­hoch­schul­stu­den­ten durch­ge­führt wer­den.

Ihr Pro­fil:
  • Inter­esse an inter­dis­zi­pli­nä­rer For­schungs­ar­beit
  • prak­ti­sche Erfah­run­gen auf den Gebie­ten der Zell­bio­lo­gie, Mikro­bio­lo­gie und Bio­ana­ly­tik wün­schens­wert
  • hohe Moti­va­tion zum wis­sen­schaft­lich-expe­ri­men­tel­len Arbei­ten
  • Selb­stän­dig­keit und Team­fä­hig­keit
  • gute ana­ly­ti­sche und sys­te­ma­ti­sche Arbeits­weise
  • sehr gute Deutsch- und gute Eng­lisch­kennt­nisse in Wort und Schrift
  • gute MS-Office-Kennt­nisse

Wenn Sie dann noch ein hoch­mo­ti­vier­ter Team­player sind, sind Sie bei uns genau rich­tig!
Bewer­ben Sie sich am bes­ten noch heute online mit dem But­ton "Bewer­ben"!

Hin­wei­se zur Be­wer­bung:

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