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An­ge­bot 119 von 376 vom 14.08.2019, 13:24

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Tech­ni­sche Uni­ver­sität Ber­lin - Fakul­tät III - Insti­tut für Bio­tech­no­lo­gie / FG Bio­ana­ly­tik

Wiss. Mit­ar­bei­ter*in (d/m/w) - 67 % Arbeits­zeit - Ent­gelt­gruppe 13 TV-L Ber­li­ner Hoch­schu­len

unter dem Vor­be­halt der Mit­tel­be­wil­li­gung

Auf­ga­ben­be­sch­rei­bung:

Der Schwer­punkt des DFG-finan­zier­ten Pro­jekts "Orts­spe­zi­fi­sches Cross­lin­king mit KLK-Pro­teasen aus Pro­stata" (BU 1404 12-1) liegt auf der Ent­wick­lung von Metho­den zum Nach­weis und zur Iden­ti­fi­zie­rung kurz­le­bi­ger Pro­tein-Ligand-Kom­plexe, die nur schwer mit klas­si­schen che­mi­schen Modi­fi­ka­tio­nen zu errei­chen sind. In die­sem Pro­jekt wird die auf nicht-kano­ni­schen Ami­no­säu­ren (ncAAs) basie­rende Klick-Che­mie ver­wen­det, um Pro­tein-Ligan­den-Wech­sel­wir­kun­gen in huma­nen Kal­li­k­rein-ver­wand­ten Pep­ti­da­sen (KLKs) aus der Pro­stata (ins­be­son­dere KLKs 2, 3, 4) zu unter­su­chen. Die Haupt­auf­gabe besteht darin, eine orts­spe­zi­fi­sche/sta­tis­ti­sche Ver­net­zung von Pro­te­inen mit ncAAs zu ent­wi­ckeln, die im All­ge­mei­nen auf Pro­te­in­kom­plexe mit ver­schie­de­nen Ligan­den anwend­bar sein soll. Das spe­zi­fi­sche Ziel ist die Bestim­mung enzy­ma­ti­scher Sub­strat­spe­zi­fi­tät (im kon­kre­ten Fall: "ter­tiäre Spe­zi­fi­tät" der KLK-Pro­teasen), die zur Auf­klä­rung von bio­lo­gi­schen und krank­heits­be­ding­ten Pro­zes­sen, z.B. bei Pro­sta­ta­krebs bei­tra­gen, und das Design neuer Medi­ka­mente ermög­li­chen sol­len.
Par­al­lel zu Arbei­ten mit rekom­bi­nan­ten KLK-Pro­teasen und che­mi­scher Syn­these von geeig­ne­ten Ami­no­säure-Bau­stei­nen wer­den auch ver­schie­dene Pep­tid-Modelle her­ge­stellt (in Lösungs­mit­tel und Harz bzw. SPPS). Grund­le­gende ana­ly­ti­sche (Ami­no­säu­re­ana­lyse, ver­schie­dene mas­sen­spek­tro­me­tri­sche Ver­fah­ren usw.) und bio­phy­si­ka­li­sche Metho­den (NMR, CD-Spek­tro­sko­pie, Fluo­res­zenz, UV-Absorp­tion usw.) fin­den eine sehr starke Anwen­dung im gan­zen Pro­jekt. Bio­syn­the­ti­sche Arbei­ten beinhal­ten Enzy­me­vo­lu­tion für neu­ar­tige Sub­strate, Design von Ortho­go­na­len Paa­ren, Eta­blie­rung von Ortho­go­na­len Paa­ren in bak­te­ri­el­len und euka­ryo­ti­schen Zel­len und anschlie­ßende Opti­mie­rung von Expres­sion und Mess­be­din­gun­gen. Dabei wird der Ein­bau der ncAAs mit­tels ver­schie­de­ner Ortho­go­na­ler Paare oder in Kom­bi­na­tion mit der Selek­ti­ons­druck-Ein­bau­me­thode (SPI) an ein­zelne (ort­spe­zi­fisch) oder an meh­rere (sta­tis­tisch) Stel­len durch­ge­führt.

Er­war­te­te Qua­li­fi­ka­tio­nen:

Erfolg­reich abge­schlos­se­nes wis­sen­schaft­li­ches Hoch­schul­stu­dium (Mas­ter, Diplom oder Äqui­va­lent) bevor­zugt in Che­mie, Bio­tech­no­lo­gie, che­mi­scher Bio­lo­gie oder einem ver­wand­ten Gebiet; sehr guter Noten­durch­schnitt erwünscht. Auch Kan­di­dat*innen, die kurz vor ihrem Abschluss ste­hen, wer­den auf­ge­for­dert sich zu bewer­ben. Für die Erzeu­gung geeig­ne­ter Expres­si­ons­sys­teme sind umfang­rei­che Kennt­nisse im Bereich der Mole­ku­lar­bio­lo­gie (Klo­nie­rungs­me­tho­den, Klo­nie­rungs­soft­ware wie Genei­ous/Clone Mana­ger/APE, Expres­si­ons­vek­to­ren und -stämme) erfor­der­lich. Pro­tein- und Pep­tid­auf­rei­ni­gung erfor­dern sehr gute Kennt­nisse in den gän­gi­gen Chro­ma­to­gra­phie­me­tho­den (s.o.) und im Umgang mit den am Insti­tut vor­han­de­nen Äkta-Sys­te­men. Für die Inter­pre­ta­tion von u. a. MS-Spek­tren, Akti­vi­täts- und Fluo­res­zenzas­says sind gute EDV-Kennt­nisse im Bereich der Daten­aus­wer­tung (Excel, Ori­gin/Sig­ma­Plot) und Pro­te­in­struk­tur­be­trach­tung (Pymol/Chi­mera/Swiss PDB Viewer o.ä.) erfor­der­lich. Erfah­run­gen in den zuge­hö­ri­gen o. g. bio­che­mi­schen Arbeits­me­tho­den sowie in che­mi­scher Syn­these von Ami­no­säu­ren ein­schließ­lich Pep­t­id­syn­these sind wün­schens­wert. Erfah­rung in der Ana­lyse von Pro­te­inen mit­tels Cross­lin­king Mas­sen­spek­tro­me­trie ist vor­teil­haft.
Kom­mu­ni­zie­ren mit ver­schie­de­nen Spe­zia­lis­ten aus den Fach­be­rei­chen Syn­the­ti­sche Che­mie, Mole­ku­lare Bio­lo­gie und Bio-Medi­zin ist Vor­aus­set­zung. Offen­heit für inter­dis­zi­pli­näre For­schungs­pro­jekte im Bereich der Natur­wis­sen­schaf­ten und hohe Moti­va­tion zu eigen­stän­di­ger wis­sen­schaft­li­cher Arbeit idea­ler­weise mit nach­ge­wie­se­nem Erfolg durch Publi­ka­tio­nen; sehr gute Kom­mu­ni­ka­ti­ons- und Team­fä­hig­keit und exzel­lente Eng­lisch­kennt­nisse in Wort und Schrift.

Hin­wei­se zur Be­wer­bung:

Ihre schrift­li­che Bewer­bung rich­ten Sie bitte unter Angabe der Kenn­zif­fer mit den übli­chen Unter­la­gen an die Tech­ni­sche Uni­ver­sität Ber­lin - Der Prä­si­dent - Fakultät III, Institut für Biotechnologie, FG Bioanalytik, Prof. Dr. Rappsilber, Sekr. TIB 4/4-3, Gustav-Meyer-Allee 25, 13355 Berlin oder per E-Mail an h.weiss@tu-berlin.de.

Zur Wahrung der Chancengleichheit zwischen Frauen und Männern sind Bewerbungen von Frauen mit der jeweiligen Qualifikation ausdrücklich erwünscht. Schwerbehinderte werden bei gleicher Eignung bevorzugt berücksichtigt. Die TU Berlin schätzt die Vielfalt ihrer Mitglieder und verfolgt die Ziele der Chancengleichheit.

Aus Kostengründen werden die Bewerbungsunterlagen nicht zurückgesandt.
Bitte reichen Sie nur Kopien ein.