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An­ge­bot 243 von 312 vom 19.06.2019, 13:57

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Tech­ni­sche Uni­ver­sität Ber­lin - Fakul­tät III - Insti­tut für Bio­tech­no­lo­gie / FG Bio­ver­fah­rens­tech­nik

Wiss. Mit­ar­bei­ter*in (d/m/w) - Ent­gelt­gruppe 13 TV-L Ber­li­ner Hoch­schu­len

unter dem Vor­be­halt der Mit­tel­be­wil­li­gung - Teil­zeit­be­schäf­ti­gung ist ggf. mög­lich

Auf­ga­ben­be­sch­rei­bung:

Fila­men­töse Pilz­zell­fa­bri­ken wer­den in der Bio­tech­no­lo­gie ein­ge­setzt, um Mole­küle im Wert von meh­re­ren Mil­li­ar­den Dol­lar pro Jahr her­zu­stel­len. Das Pro­dukt­port­fo­lio ist viel­fäl­tig und umfasst Pro­te­ine, Enzyme, sekun­däre Stoff­wech­sel­pro­dukte und orga­ni­sche Säu­ren. Rühr­kes­sel­re­ak­to­ren wer­den heute häu­fig zur Kul­ti­vie­rung von fila­men­tö­sen Pil­zen bis zu einem Volu­men von meh­re­ren hun­dert m³ ein­ge­setzt. Die Ent­wick­lung der makro­sko­pi­schen Mor­pho­lo­gie der Pilze ist jedoch noch weit­ge­hend ein unvor­her­seh­ba­rer mul­ti­fak­to­ri­el­ler Pro­zess, der die Pro­duk­ti­vi­tät beein­flusst.
Im Rah­men des DFG-Schwer­punkt­pro­gramms „Inter­Zell“ (SPP 2170) soll das Ver­ständ­nis der Effekte, wel­che die makro­sko­pi­sche Mor­pho­lo­gie in Asperg­il­lus niger Kul­tu­ren ver­ur­sa­chen, erhöht wer­den. Dazu wird unter unter­schied­li­chen Scher­kraft­be­din­gun­gen in Rühr­kes­sel- und 2-dimen­sio­na­len Schüt­tel­re­ak­to­ren gear­bei­tet und die Aus­wir­kun­gen auf die makro­sko­pi­sche Hete­ro­ge­ni­tät unter­sucht. Oszil­lie­rende Scher­kraft­um­ge­bun­gen wer­den kre­iert, um in soge­nann­ten scale down Ansät­zen Zustände in indus­tri­el­len Pro­zes­sen im Labor­maß­stab nach­zu­bil­den. Das Ver­ständ­nis aus den Zusam­men­hän­gen zwi­schen unter­schied­li­chen Kul­ti­vie­rungs­be­din­gun­gen, der Makro­mor­pho­lo­gie und Popu­la­ti­ons­he­te­ro­ge­ni­tät sowie der Pro­duk­ti­ons­cha­rak­te­ris­tika soll zu neuen Ansät­zen der Stamm- und Pro­zess­op­ti­mie­rung füh­ren. Ziel ist es zudem, die Aus­wir­kun­gen unter­schied­li­cher Makro­mor­pho­lo­gien in der Vor­kul­tur­füh­rung und in Co-Kul­tur mit einem zwei­ten fila­men­tö­sen Orga­nis­mus zu unter­su­chen.
Das Pro­jekt wird in enger Zusam­men­ar­beit mit ver­schie­de­nen ande­ren For­schungs­stel­len (TU Ber­lin - Fach­ge­biet Ange­wandte und mole­ku­lare Mikro­bio­lo­gie; TU Mün­chen - Lehr­stuhl für Sys­tem­ver­fah­rens­tech­nik) durch­ge­führt.
Zu den Haupt­auf­ga­ben gehö­ren:
  • Bio­re­ak­tor­kul­ti­vie­run­gen fila­men­tö­ser Orga­nis­men im Labor­maß­stab
  • Ana­ly­tik der Makro­mor­pho­lo­gie mit­tels Licht- und Fluo­res­zenz­mi­kro­sko­pie
  • Ana­lyse von Pro­zess­pa­ra­me­tern und Meta­bo­lit­kon­zen­tra­tio­nen
  • Aus­le­gung der Pro­zess­steue­rung mit pro­zess­ana­ly­ti­schen Werk­zeu­gen

Er­war­te­te Qua­li­fi­ka­tio­nen:

Erfolg­reich abge­schlos­se­nes wis­sen­schaft­li­ches Hoch­schul­stu­dium (Mas­ter, Diplom oder Äqui­va­lent) im Bereich der Bio­tech­no­lo­gie mit aus­ge­wie­se­nen mikro­bio­lo­gi­schen und inge­nieur­wis­sen­schaft­li­chen Schwer­punk­ten inner­halb der wei­ßen Bio­tech­no­lo­gie.
Nach­weis­lich gute Kennt­nisse:
  • in bio­ver­fah­rens­tech­ni­schen Fra­ge­stel­lun­gen rund um mikro­bi­elle Bio­re­ak­tor­kul­ti­vie­run­gen;
  • von mikro­bi­el­len meta­bo­li­schen Stoff­wech­sel­we­gen
  • über ana­ly­ti­sche Grund­ver­fah­ren zur Kon­zen­tra­ti­ons­be­stim­mung von Pri­mär- und Sekun­där­me­tabo­li­ten
  • in der Dar­stel­lung wis­sen­schaft­li­cher Ergeb­nisse.
Idea­ler­weise besitzt der*die Kan­di­dat*in Erfah­rung in der Kul­ti­vie­rung fila­men­tö­ser Orga­nis­men und der Ana­lyse makro­sko­pi­scher Struk­tu­ren.
Der*die Kan­di­dat*in sollte sich durch eine offene Kom­mu­ni­ka­ti­ons­weise und gute Sprach­kennt­nisse (Umgangs- und Fach­spra­che) in Deutsch und Eng­lisch aus­zeich­nen.
Die Bereit­schaft zur akti­ven Mit­ge­stal­tung inner­halb fach­li­cher Ver­an­stal­tun­gen wird vor­aus­ge­setzt.

Hin­wei­se zur Be­wer­bung:

Ihre schrift­li­che Bewer­bung rich­ten Sie bitte unter Angabe der Kenn­zif­fer mit den übli­chen Unter­la­gen (aus­sa­ge­kräf­ti­ges Anschrei­ben mit Lebens­lauf und Nach­wei­sen der fach­li­chen Eig­nung wie Zeug­nis­sen, Teil­nah­me­be­schei­ni­gun­gen, etc.) an die Tech­ni­sche Uni­ver­si­tät Ber­lin - Der Prä­si­dent - Fakul­tät III, Insti­tut für Bio­tech­no­lo­gie, FG Bio­ver­fah­rens­tech­nik, Prof. Dr. Peter Neu­bauer und Dr.-Ing. Ste­fan Junne, Sekr. ACK24, Acker­straße 76, 13355 Ber­lin oder per E-Mail an peter.neubauer@tu-berlin.de und stefan.junne@tu-berlin.de.

Zur Wah­rung der Chan­cen­gleich­heit zwi­schen Frauen und Män­nern sind Bewer­bun­gen von Frauen mit der jewei­li­gen Qua­li­fi­ka­tion aus­drück­lich erwünscht. Schwer­be­hin­derte wer­den bei glei­cher Eig­nung bevor­zugt berück­sich­tigt. Die TU Ber­lin schätzt die Viel­falt Ihrer Mit­glie­der und ver­folgt die Ziele der Chan­cen­gleich­heit.

Aus Kos­ten­grün­den wer­den die Bewer­bungs­un­ter­la­gen nicht zurück­ge­sandt. Bitte rei­chen Sie nur Kopien ein.